Weiterbildung 2021

„Erlebe die Energien in Aufstellungen - energetisch geleitetes Familienstellen“

3 Praxisseminare zu je drei Tagen

Beginn: 25.06. - 27.06.2021

 

„Erlebe die Energien in Aufstellungen … Energetisches Familienstellen“

 

Rahmenplan der Weiterbildung

Die Weiterbildung bietet ein fundiertes Wissen an zum 'Energetischen Familienstellen'. Sie ist primär praxisorientiert. Als theoretische Grundlage für die drei Praxisseminare dient mein Essay: „MamaPapaOmaOpa….Krieg.Systemische Repräsentanzen in Familienaufstellungen“. Dieser wird den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt (Download).

 

 

Das Aufstellungsverfahren

Beim Aufstellungsverfahren wird unterschieden zwischen unterschiedlichen Aufstellungsformen:  Familienaufstellungen, Krankheitsaufstellungen, Symptomaufstellungen, Systemischen Strukturaufstellungen, (Varga von Kibed / Insa Sparrer), Organisationsaufstellungen, beruflichen Aufstellungen, dramaturgische Aufstellungen, Kreativitätsaufstellungen,Symbolaufstellungen in der Einzelberatung sowie den Familienaufstellungen mit „personalen Stellvertretern“ in einer Gruppe. In der Weiterbildung werden ausschließlich Familienaufstellungen und Symptomaufstellungen unterrichtet. Schwerpunkt ist die Aufstellungsarbeit in einer Gruppe, und zwar in der von mir entwickelten Form des „energetischen Familienstellens“.

 

Diese Weiterbildung ist überaus praxisorientiert konzipiert - das komplizierte Feld der energetisch fundierten Familienaufstellungen soll durch Demonstrationen, Übungen, Kleingruppenarbeit, Aufstellungen von Teilnehmenden und externen Personen, Fragerunden, Rollenspiele sowie Erläuterungen und Reflexionen weitgehend verstanden und eingeübt werden.

 

Energetisch basierte Familienaufstellungen

Das Aufstellungsverfahren hat Vorläufer bzw. gründet auf unterschiedlichen therapeutischen und philosophischen Richtungen (Systemische Theorie, Konstruktivismus, Familien-Rekonstruktion, Skulpturenarbeit, Hypnotherapie, Gestalttherapie, Psychodrama, u.a.).

Es unterscheidet sich von anderen externalisierenden – also in den Raum gestellten -  Verfahren durch Erkenntnisse zum Wissen über klare Gesetzmäßigkeiten in Familiensystemen sowie den Grundlagen positiver Bindung und Beziehungsgestaltung in Familien, deren mögliche Störungen durch Traumen und generationsübergreifer Weitergabe („Verstrickung“).

 

Im Verlauf meiner langjährigen Praxis mit Familienaufstellungen hat sich meine Aufstellungsarbeit zu einem Konzept entwickelt, welches den energetischen Kräften des aufstellenden Feldes große Aufmerksamkeit widmet und diesen als Leitlinie folgt. Diese Kräfte zeigen sich insbesondere in:

  • den „energetisch sich verändernden Phänomenen der stellvertretenden Wahrnehmung“
  • der ‚Bildsymbolik’, die sich in vielen Aufstellungen einfindet und der Deutung bedarf
  • der „Atmosphäre des aufgestellten Familiensystems“
  • den energetisch zu verstehenden Blockaden von Affekten, Gefühlen, Denkmustern, die sich im Bindungsverhalten von Eltern zeigen
  • beim Prozess der Lösung von Blockaden
  • der Weitergabe ‚verstrickender Anhaftung’ an das Leben nachkommender Familienmitglieder, zum Beispiel bei unbewältigten schweren Traumen, unbewältigten Trauerprozessen
  • in der lebendigen Resonanz bei den Stellvertretern im Verlauf der Arbeit mit den Ritualen von Verbindung, Achtung und Einbeziehung

 

Familienaufstellungen werden verbunden mit dem therapeutischem Wissen, Ideen und Interventionen aus der systemischen, familientherapeutischen und humanistischen Psychologie,  die zur Lösung schwieriger und generationsübergreifender Konstellationen entscheidendes beigetragen haben.

Die Praxisübungen bestehen zu großen Teilen aus Demonstrationen, Übungen der Teilnehmenden zum Leiten einer Aufstellung, aufstellende Arbeiten mit den persönlichen und supervisorischen Themen der Teilnehmenden, Aufstellungen mit externen Interessenten, Rollenspiele und dem Erlernen von einigen wesentlichen, auf Lösungen ausgerichteten therapeutischen Methoden.

Die Haltung der Achtsamkeit zu dem erstaunlichen „Wissen des aufstellenden Feldes“, welches nicht manipuliert werden sollte, ist Voraussetzung.

 

Familientherapeutisch basierte Familienaufstellungen

Die Familienaufstellungen - vor ca. 30 Jahren entwickelt -  sind eine Form familientherapeutischer, lösungsorientierter Arbeit in und mit einer Gruppe. Sie basieren auf einer Mehr-Generationen-Perspektive und auf elementaren Ordnungen und Gesetzmäßigkeiten in Systemen. Sie ermöglichen, den einzelnen Menschen in seinen Verstrickungen und familiären Dynamiken zu sehen. Unbewältigte Traumen und „Verstrickung“ besitzen generationsübergreifende Wirkungen und können zu schwerem Leid, vielfältigen Bezieungsproblemen, Ängsten, Krankheit und frühem Tod führen.

 

Die generationsüberschreitenden Auswirkungen familiärer Prägungen und die Folgen unbewältigter familiärer Traumen wurden schon lange vor der Entwicklung der Methode des Familienstellens in der familientherapeutischen Literatur aufgezeigt, so z.B. von Ivan Borszomeny-Nagy in seinem Werk „Unsichtbaren Bindungen“ oder in den vielfältigen Schriften von Helm Stierlin zur Familientherapie.

Durch die Verbindung von Familientherapie und Familienaufstellungen ist es möglich geworden, die in der Literatur der Familientherapie geschilderten Vorgänge  und “Ver-Störungen”, die nicht nur in emotionales Leid, sondern ebenalls in emotionale und somatische Krankheiten führen können, auf neue Weise zu betrachten und die Selbstregulationskräfte von Menschen auf eine neue Weise zu fördern.

 

Die Erkenntnisse über die inneren Bindungen von Menschen zu ihren größeren Ursprungssystemen, die Erkenntnisse, wie Kräfte und Dynamiken in Familiensystemen auf einer tieferen Ebene wirken und wie der Einzelne abhängig ist von dem was lange vor ihm geschehen ist, eröffnet langsam ein neues und anderes Denken. Ein neues und anderes Verständnis zu den Beziehungen und zueinander wird möglich. Es scheint so, als ob sich ein neues Erkenntnissystem über das ‚Informationsfeld des Aufstellens’ entwickeln möchte.

 

Krankheits- und Symptomaufstellungen

Krankheiten können auf der psychischen Ebene anzeigen, dass durch belastende Lebensereignisse unsere Möglichkeiten der Selbstregulation gestört sind. Aus Langzeitstudien bei krebskranken Menschen - z.B. von Grossarth-Maticek und Helm Stierlin – ist zu erkennen, dass die Kräfte der Selbstregulation aus unterschiedlichen Gründen nicht (mehr) funktionieren bzw. neu entwickelt und gefördert werden müssen.

Die Aufstellungen von Krankheits- und Suchtsymptomen können und sollen keine ärztliche Behandlung ersetzen, sondern richten sich primär auf den Bereich der psychischen Energie, der Selbstregulation, also auf Fragen, ob und  wie z.B. generationsübergreifende familiäre Begebenheiten und Ereignisse in eher „krankheitsfördernden“ oder „gesundheitsfördernden“ Überzeugungen, Mythen und Grundsätze  aufscheinen (z.B. unsichtbaren Loyalitäten, Hinbewegung zu wichtigen Menschen, Übernahme von Schuld / Verantwortung u.a.). Wichtige Konzepte und Aussagen zu Heilungsprozessen als auch zum generationsübergreifenden familiären Hintergrund werden im Rahmen einer Symptomaufstellung mit einbezogen, so dass auf der psychischen Ebene ein Heilungsprozess größere Chancen erhält.  Bei der  Aufstellung von Symptomen werden zum Beispiel solche Faktoren betrachtet wie die „Botschaft der Krankheit“, ein eventueller  „sekundärer Gewinn der Krankheit“ sowie chronifizierte (musterhafte) Abläufe. Ziel des Aufstellens ist hier, Reflexionen anzuregen zu inneren Überzeugungen und Haltungen, in einen „echten Dialog“ mit dem Symptom zu gehen. Hierzu dienen neben der eigentlichen Symptomaufstellung weitere unterschiedliche Methoden.

 

Das Phänomen des “energetischen Feldes” und die „Bewegungen der Seele“

Stellen Menschen in einer Aufstellungsgruppe gesammelt ihre Familie durch ‘Stellvertreter’ auf, so scheint es, als ob diese Stellvertreter mit einem besonderen „Feld von Informationen“ in Kontakt kommen: Die Stellvertreter übernehmen teilweise Gefühle, Körperreaktionen und Empfindungen, die zum Platz (zur Rolle) derjenigen Person gehörten, die sie vertreten. Diese Empfindungen können unterschiedlich intensiv sein; Menschen erleben als Stellvertreter z.B. Gefühle von Trauer, Abgeschnittenheit oder Zugehörigkeit, Kälte- und Hitze, Übelkeit, Freude und Liebe  u.a.

Diese vielfältigen und sehr unterschiedlichen Phänomene der „Stellvertreter“ können als neue, das persönliche „Ich“  übergreifende Information angesehen werden, die den Prozess der Aufstellung (an-) leiten. Es sind zu großen Teilen Informationen, die eher zum Unbewussten des Menschen beziehungsweise gleichzeitig zum Unbewussten des Familiensystems gehören. Diese von den Stellvertretern übermitttelten Informationen bedürfen in der Regel der Deutung - ebenso wie z.B. die „Sprache des Traumes“ der Deutung bedarf. Die Teilnehmer der Weiterbildung lernen, die ‚Informationen der stellvertretenden Wahrnehmung’ besser zu erfassen, zu verstehen und mit diesen prozessorientiert zu arbeiten, soweit das im Rahmen der Praxisseminare möglich ist.

 

 

Ziele der Weiterbildung

Die Weiterbildung vermittelt in Praxisübungen und Demonstrationen die Grundlagen der energetisch basierten Familienaufstellungen und der Symptomaufstellungen. Schwerpunkte sind:

  • „Gesetzmäßigkeiten und Ordnungen“ in Familiensystemen und deren Störungen erkennen
  • dem ‚Folgen’ der energetischen Hinweise in der Familienaufstellung zum Lösen von Leid und „Verstrickung“ in Familiensystemen
  • Phänomene der „stellvertretenden Wahrnehmung“ und dessen energetische Aspekte beim Aufstellen
  • Die Aufstellungsarbeit mit ‚traumatischen Verstrickungen’ beziehungsweise den generationsübergreifenden Folgen traumatischer Ereignisse
  • Die Aufstellungsarbeit mit Familienaufstellungen und Symptomaufstellungen
  • Störungen der Eltern-Kind-Beziehung aufgrund energetisch bedingter Blockierung und deren mögliche Lösung
  • Täter- und Opfer in Familiensystemen
  • Vermittlung von therapeutischem und beratendem Wissen zum Familienstellen
  • Atmosphären im Informationsfeld der Familienaufstellung

 

 

Termine – Kosten – Zeiten – Ort –Teilnehmerkreis

 

Aufbau der Weiterbildung

Die Weiterbildung gliedert sich in:

3 Lehrseminare zu je 3 Tagen

2 Intervisionstreffen zu ca ½ Tag (4 Unterrichtsstunden)

 

Termine der Weiterbildung

 

25.06. - 27.06.2021

24.09. - 26.09.2021

10.12. - 12.12.2021

 

Seminarzeiten

Freitag:                        10.00 – 18.00 Uhr (2-stündige Mittagspause)                       

Samstag:                     10.00 – 18.00 Uhr (2-stündige Mittagspause)

Sonntag:                      10.00 – 15.30 Uhr (1-stündige Mittagspause)

 

Seminarort

 

Studio Wiehre 

Zasiusstr. 6A

79102 Freiburg

 

Kosten der Weiterbildung und Zahlungsbedingungen

Alle genannten Kosten beziehen sich ausschließlich auf die Seminargebühren. 

Verpflegungs- und  /oder Übernachtungskosten etc. sind darin nicht enthalten, sie werden von den  Teilnehmenden selbst getragen.

 

Die Kosten der Weiterbildung betragen Euro 720,--.

Die Kosten werden in drei Raten à 240,-- Euro, jeweils ca  10 Tage vor den einzelnen Lehrseminaren, überwiesen.

Eine weitere zu wählende Zahlungsmöglichkeit ist:

6 monatliche Raten, beginnend ab 15.06.2021 in Höhe von Euro 120 Euro monatlich.

 

Die Kosten der Weiterbildung können sich bis zu 50% ( = 360 Euro) ermäßigen über eine Teilnahme mit dem Prämiengutschein oder dem Bildungsscheck.

 

Prämiengutschein und Bildungsscheck:

Informationen zum Erhalt eines Prämiengutscheins / Bildungsschecks:

Internet: www.bildungspraemie.info/de

Volkshochschulen, IHK

Die Beratung für den Erhalt eines Prämiengutscheins ist vor der Anmeldung zu tätigen!

Der Prämiengutschein / Bildungsscheck wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

Vom Gesetzgeber ist vorgesehen, dass der Eigenanteil vom Teilnehmenden zuerst bezahlt werden muss bevor der Bildungsgutschein in Kraft tritt. Der Eigenanteil kann in drei entsprechenden Raten zu den Lehrseminaren gezahlt werden oder als Gesamtsumme zu Beginn der Weiterbildung. Einen Anspruch auf einen Prämiengutschein haben Beschäfte, Rentner, Selbständige und Arbeitslose bei Vorliegen der entsprechenden Bedingungen.

 

Abschlußzertifikat / Teilnahmebescheinigung

Am Ende der Weiterbildung erhalten alle Teilnehmende eine Bescheinigung über Dauer und Inhalte. Der Erhalt der Bescheinigung ist gebunden an eine regelmäßige Teilnahme der Ausbildungsseminare sowie an die Teilnahme der Intervisionsgruppe.

 

Intervisionsgruppe

Die Teilnehenden bilden eine kollegiale Übungsgruppe die nach einem bewährten Rahmen eigenverantwortlich arbeitet.

 

Teilnehmende der Weiterbilddung

Von Vorteil ist, Grundlagen im Familienstellen erworben zu haben, zum Beispiel über eine Weiterbildung. Da die Weiterbildung zu den energetisch fundierten Familienaufstellungen fast ausschließlich praxisorientiert ist, kann sie ebenfalls interessant sein für Menschen, die schon als Aufsteller arbeiten!

Allgemein: Teilnehmen können motivierte Menschen aus helfenden, heilenden und sozialen Berufsfeldern (Sozialarbeiter, Lehrer, Heilpraktiker, Tätige in der Behindertenhilfe, in der Pflege und in der Erwachsenenbildung tätige, Krankenschwester, Pfleger, Logopäden, Physiotherapeuten etc) sowie persönlich Interessierte am Aufstellungsverfahren.

Eine Vorerfahrung in systemischer Beratung-Therapie ist nicht erforderlich.

Bedingung ist die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit in den Lehrseminaren, Teilahme an der kollegialen Intervisionsgruppe sowie die Bereitschaft, die Inhalte der einzelnen Module in Eigenarbeit  zu üben und zu vertiefen. Ebenso verbindlich ist es, die Seminarinhalte vorher anhand meines Essays zur energetischen Aufstellungsarbeit „MamaPapaOmaOpaKind...Krieg. Systemische Repräsentanzen in Familienaufstellungen“ zu erarbeiten. Die Lehrseminare sollten in den Zeiten zwischen den Seminaren schriftlich reflektiert werden.

 

Schweigepflicht

Alle Teilnehmenden sollen sich geschützt fühlen, sowohl zu ihrer Person als auch zu ihren Familiensystemen und ihren persönlichen Themen. Eine Schweigepflichterklärung wird mit der Bestätigung zu Teilnahme übersandt und sollte zum 1. Seminar mitgebracht werden.

 

Das Lesen von Fachliteratur ist wünschenswert ebenso wie die(Internet-) Recherche zu unbekannten Fachbegriffen.

 

Leitung der Weiterbildung:

Marlies Warncke

Zertifizierte Systemische Paar- und Familientherapeutin (DGSF)

Pädagogin (Abschluss: Lehramt)

Systemische Beraterin (IGST) und Heilpraktikerin für Psychotherapie (HPG)

 

1998 Gründung der "Systemischen Seminare“ - Forum für Beratung und Weiterbildungsangebote in systemischer Therapie und Familienaufstellungen in Duisburg.

Ab 2018 Beratung / Therapie, Familienaufstellungen und Weiterbildung in Freiburg / Dreisamtal.

 

Anmeldung

Die Anmeldung ist verbindlich, wenn die schriftliche Anmeldung vorliegt. Einfach das Anmeldeformular ausdrucken und mir als PDF mailen. Sie erhalten nach dem Vorliegen der Anmeldung eine Teilnahmebestätigung. 

 

 

Information und Kontakt:

Marlies Warncke

0157 563 581 25

kontakt@m-warncke.de

www.marlieswarncke.de

 

Download
Anmeldeformular zur Weiterbildung "Erlebe die Energien in Aufstellungen - Energetisches Familienstellen"
Download ausdrucken, unterschreiben und als PDF mailen
Anmeldeformular Energetisches Familienst
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