"traumatic growth"

Trauma - Trauma-Folgestörungen - Trauma-Heilung

 

 

Weiterbildungsort ist Wiesbaden

5 Lehrseminare 

Ausgewählte Grundlagen zur Arbeit mit psychischen Traumata

Ausgewählte Methoden aus unterschiedlichen psychologischen Schulen 

 

 

„traumatic growth“

 Eine Weiterbildung zur achtsamen Bewältigung traumatischen Erlebens

Beginn: April 2018

  

„Ein Trauma ist die am meisten vermiedene, ignorierte, verleugnete, missverstandene und unbehandelte Ursache menschlichen Leidens“

(Peter A. Levine)

 1. Traumata. Was ist ein Trauma ?

In den Konzepten zum Trauma und zur Arbeit mit Traumatisierungen gibt es unterschiedliche Ideen und Herangehensweisen.

Die Frage, was ein Trauma ist bzw. wodurch es entsteht, welche Auswirkungen es hat und welche Folgestörungen entstehen können, wurde in den 50er Jahren erneut diskutiert. Ausgelöst wurde die Diskussion und Forschung durch die Rückkehr der Vietnamsoldaten nach Amerika. Die Erlebnisse und Folgeerscheinungen der oft extrem traumatisierten Soldaten bzw.  Vietnamveteranen eröffneten einen neuen Blick darauf, wie in der Folge von einschneidenden Erlebnissen (traumatisches Erleben) im späteren Leben sich Katastrophen, Leid, Verzerrungen, Suizidtendenzen, Wiederholungszwängen, Krankheiten und andere leidvolle Zuständen entwickeln - wie sich ein anderes (Er-) Leben nach dem Trauma’ freisetzen kann.

 

Ziele und Inhalte der Weiterbildung

In der Traumaforschung wird unterschieden zwischen biografisch erlebten Traumata bei Erwachsenen und Kindern (traumatische Erfahrungen selber erlebt oder gesehen haben) und systemisch-generationsübergreifenden Traumatischen Ereignissen (traumatische Ereignisse in einer früheren Generation und deren Auswirkungen auf spätere Generationen). Sowohl das biografische Trauma als auch das systemische Trauma bedeuten für Menschen oft sehr leidvolle Folgen, sofern sie unbewältigt bleiben. 

 

Biografische Traumata können verstanden werden als das hilflose Erleben von (aktiver oder subtiler) Gewalt, zum Beispiel Gewalterfahrungen in der eigenen Familie, Opfer von Missbrauch und sexueller Gewalt, Überfälle, das Erleben von Gewalt gegen andere Menschen, aber auch der plötzliche Tod bei wichtigen anderen Menschen in der Familie, Tod von Kindern, lang andauernde Arbeitslosigkeit, Verlust eines Elternteils durch Scheidung oder Tod, Übergriffe von Bezugspersonen in Kindergarten und Schule oder von stärkeren älteren Kindern, das Erleben eines Ausschlusses in der Familie.... Im Seminar werden ausgewählte Methoden der Arbeit mit (bzw. Verarbeitung von ) Traumata und Trauma-Folgestörungen vorgestellt und mit den Teilnehmenden erarbeitet.

 

Systemisch-generationsübergreifende Traumata bedeutet die ‚Weitergabe von traumatischen Ereignissen’. Kriegstraumen in der Eltern und Großelterngeneration werden zum Beispiel diesen „Systemischen Traumata“ zugerechnet, die – unbearbeitet und ungelöst – an die Folgegenerationen weitergegeben werden. Die sogenannte Weitergabe geschieht unbewusst und führt zu Leid, Lebensunsicherheit, psychosomatischen Symptomen, Verstrickungen, dem Wiederbeleben von Opfer- und Täterenergien, dem Verhaftet-Sein in traumatischen Gefühlszuständen von Überflutung oder aber emotionaler Leere etc.  (diese Folgen werden zur Zeit literarisch beschrieben in Werken wie „Die Kinder der Kriegskinder“, Kriegsenkel“ u.a.). Im Rahmen der Weiterbildung wird dieses Thema in einem 2-Tage-Seminar erarbeitet.

 

Die Bewältigung eines systemischen oder eines biografisch begründeten Traumas erfordern unterschiedliche Methoden der Beratung und Begleitung. In der Weiterbildung wird in jedem Seminar eine erprobte Methode aus der Trauma-Therapie vorgestellt und eingeübt: die Psychodynamisch Imaginative Therapie (PITT), das „ Somatic-Experience“, Methoden des „Mindful Based Stress Reduction” (MBSR), das „), Focusing“, das Konzept des „traumatic stress“ (Bessel van der Kolk), Familienaufstellungen und ‚heilendes Rollenspiel’ als integrativ-generationsübergreifende Traumatherapie.

 

Die Arbeit mit Imaginationen, Heilung durch innere Bilder, kreative Methoden, Rahmenfeldarbeit, Achtsamkeitsübungen, Symbolisation, 'body-scan', Meditation, Empfindungswahrnehmung, Aufstellungen und die Arbeit an Körperlandschaften begleiten die Weiterbildungsseminare und bieten einen reichhaltigen Erfahrungsschatz für persönliche und berufliche Erfahrungen.

 

Die Weiterbildung ermöglicht gute Grundlagen für Veränderungsprozesse, da sie die – traumatischen -  Re-Inszenierungen, denen Menschen unterliegen, verstehend erarbeitet und Methoden persönlichen Wachstums und persönlicher Entwicklung zur Verfügung stellt. Über die Arbeit mit Traumafolgestörungen hinaus sind die in der Weiterbildung erlernten Kenntnisse und Fähigkeiten sehr gut in allen beratenden, begleitenden und heilend wirkenden Berufsfeldern der Arbeit mit Menschen einsetzbar.

 

 Themen der Weiterbildung

 

Nicht das Aufdecken traumatischer Erfahrungen an sich, sondern deren Durcharbeitung im Rahmen einer guten therapeutischen Beziehung führt demnach zu positiven Veränderungen.“

(S. Bettighofer)

 

·       Trauma: Merkmale und Anzeichen. Denken, Fühlen und Verhalten in alltäglichen Situationen Die Arbeit mit traumatischen Erfahrungen in Therapie und Beratung.

·       Psychodynamik, Abwehr und Reinszenierung.

·       Zusammenspiel von ZNS, Motorik, Gefühlen, Empfindungen und innere und äußere Einflüsse (‚Trigger’)

·       Unterschiedliche Ansätze und Methoden der therapeutischen und beratenden Arbeit mit traumatisierten Erwachsenen und Trauma-Folgestörungen.

·       Trauma und kindliche Psyche. Traumata bei Kindern und deren Anzeichen. Die Arbeit mit kindlichen Traumen.

·       Psychodynamisch Imaginative Trauma-Therapie (PITT) in der Arbeit mit traumatisierten Menschen.

·       Somatic Experiencing (SE) als Methode der Arbeit mit traumatisierten Menschen (Theorie und Übungen)

·       MBSR (Mindful Based Stress Reduction). Einführung und vertiefende Übungen.

·       Emotionale und körperliche Symptome bei Angst und Stress und Methoden der beratenden Arbeit mit  den Symptomen bei Angst und Stress.

·       Trauma, starke Emotionen, Autoaggression und Depression. Missbrauch und Gewalterfahrungen.

·       Psychosomatik und 'Posttraumatische Belastungsstörungen' (nach dem ICD 10).

·       Traumakonfrontation und Trauma-Heilung. Methoden aus unterschiedlichen Schulen werden vorgestellt.

·       Familienaufstellungen und „Heilendes Rollenspiel“ (Moreno) in der Arbeit mit generationsübergreifenden traumatischen Ereignissen (3-Tage-Intensiv-Seminar).

·       Gesprächsführung und Beratungskompetenz: Praxisbezogenes Erlernen und Einüben von Methoden professioneller Gesprächsführung. Problemlösungen erproben mit Hilfe des psychologischen Gesprächs. Lösungsorientierung und Ressourcenorientierung in der Gesprächsführung.

·       Übertragung und Gegenübertragung in Beratung und in Alltagskontexten.

 

Theorie und Praxisarbeit stehen im Rahmen der Weiterbildung in einem sich ergänzendem Verhältnis. Die praktische Arbeit mit den unterschiedlichen Methoden orientiert sich an den Problemlagen der Teilnehmenden. Selbsterfahrende Übungen , Rollenspiele und hilfreiche Ansätze, begleiten die Theorie. Im Vordergrund steht die praktische Erprobung von ‚sanften Verfahren’ der Arbeit mit Traumafolgestörungen, die sich in den persönlichen und den beruflichen Alltag integrieren lassen.

 

In den Lehrseminaren werden wichtige unterschiedliche Richtungen und Methoden der Arbeit mit Traumafolgestörungen erarbeitet. Sie befassen sich mit imaginativen Methoden aus der ‚Psychodynamisch Integrativen Traumatherapie - PITT’ von Luise Reddemann, sowie mit deren theoretischen Grundlagen (‚Ego-State-Therapie’, ‚Positive Psychologie’, ‚Psychoeducation’), dem Verfahren des MBSR (‚Mindfull Based Stress Reduction’ von Jon Kabat-Zinn), des Focusing (Gendlin) sowie der Methode des ‚Somatic Experiencing’ (Levine).

 

Im letzten Lehrseminar (2 ½ -Tage-Seminar) arbeite ich mit dem generationsübergreifenden Verfahren von Familienaufstellungen in Verbindung mit dem ‚heilenden Rollenspiel’ nach Moreno.  In meiner langjährigen Praxiszeit hat sich meine Aufstellungsarbeit dahingehend entwickelt, dass ich den Aufstellungsprozess anhand der „energetischen Felder“, die sich in den Wahrnehmungen der Stellvertreter, in der „Atmosphäre des aufgestellten Systems“ und in der Bildsymbolik widerspiegeln, begleite und leite. Diese Methodik wurde von mir aus den vielfältigen Erfahrungen mit Familienaufstellungen heraus entwickelt; sie wird im Workshop als eine besondere diagnostische und lösende Methode für die Arbeit mit generationsübergreifenden Weitergabe von Traumafolgestörungen in Familien erläutert und angewendet.

 

 

Lehr- und Lernmethoden

Die Weiterbildung orientiert sich an den Prinzipien des sozialen Lernens, des Lernens von Erwachsenen und des kreativen und übenden Lernens. Eine Vielfalt von Methoden und Übungen soll die Freude am Lernen unterstützen. Der Praxisbezug steht als wesentliches Prinzip der Weiterbildung im Vordergrund, theoretische Inputs runden ab und erweitern und ergänzen den Blickwinkel. Jede Lerneinheit wird anschaulich demonstriert und danach von den Teilnehmenden in Übungen umgesetzt. 

 

Teilnehmerkreis – Teilnahmebedingungen

Die Weiterbildung ist offen für alle Interessierte. Sie eignet sich sowohl als Fach-Weiterbildung für Menschen aus beratenden, sozialen, erzieherischen und helfenden Arbeitsfeldern, sie ist jedoch auch offen für andere Interessiere, die diese Chance eher für die persönliche Entwicklung nutzen möchten. Die Weiterbildung enthält sowohl die wichtigsten theoretischen Aspekte, als auch darauf aufbauend solche Methoden, die als 'Selbstheilungsrituale' im weitesten Sinne angewendet werden können. 

 

Interesse und Motivation, sowie die Bereitschaft zur Selbsterfahrung und zur Erarbeitung von Fachliteratur sollte vorhanden sein. Ein Studium oder Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

 

Zwischen den einzelnen Lehrseminaren finden Intervisionsgruppen (eigenverantwortliche Übungsgruppen der Teilnehmenden) statt. Die Teilnehmenden organisieren diese und leiten die Intervisionsgruppen eigenverantwortlich. Die Teilnahme an den Intervisionsgruppen ist verbindlich. 

 

 

„Entsetzliche Ereignisse, die jäh unser Gefühl der Sicherheit und Unverwundbarkeit durchbrechen, können den Umgang mit den eigenen Gefühlen und der Umwelt tiefgreifend beeinträchtigen. Ist die Stresssituation überwältigend genug, konditioniert das resultierende Trauma eine emotionale Reaktion, bei welcher der Körper schon beim geringfügigsten Reiz in Kampf- oder Fluchtbereitschaft oder Erstarrung verfällt: Der Alltag traumatisierter Menschen steht unter dem Vorzeichen des Traumas, gegenüber dem sie ständiger Alarmbereitschaft verharren.“

(Prof. Dr. med. Bessel A. van der Kolk, Leiter des HRI Trauma Center, Brookline, Mass.USA)

 

 

 

Termine, Seminarort und Kosten:

 

Die Weiterbildung „traumatic growth“ findet in Wiesbaden statt ab April 2018

 

Termine

14. - 15.04.2018

02. - 03.06.2018

18. - 19.08.2018

29. - 30.09.2018

17. - 18.11.2018

 

Arbeitszeiten

Samstags: 10.00  – 18.00 Uhr (2-stündig Mittagspause)

Sonntags:  10.00  – 17.00 Uhr (1-stündige Mittagspause)

 

Weiterbildungsgebühren    

Gesamtkosten: 950,-- Euro. Die Gebühren werden in Raten zu den einzelnen Lehrseminaren überwiesen. (Fünf Lehrseminare à 190,-- Euro)

 

Bildungsscheck, Qualischeck (Rhl-Pfalz) und Prämiengutschein werden angenommen.

Teilnahme mit Bildungsscheck: Die Weiterbildungskosten können sich darüber bis zu 475,-- Euro ermäßigen. Informationen dazu über das  Internet, Volkshochschulen und der Industrie- und Handelskammer. Wichtig: Der Antrag auf einen Bildungsscheck, Prämiengutschein, Qualischeck muss vor der Anmeldung beim Weiterbildungsinstitut und vor der Zahlung von Weiterbildungsgebühren gestellt und bewilligt werden ! Auch Selbständige können einen Bildungsscheck / Prämiengutschein erhalten, sofern sie die Bedingungen erfüllen.

Bei Zahlung mit Bildungsscheck/Qualischeck/Prämiengutschein ist der Eigenanteil in 5 Raten zu den ersten fünf Lehrseminaren zu überweisen, da der  Bildungsscheck/Qualischeck/ Prämiengutschein erst in Kraft tritt nach Zahlung der Eigenanteils.

 

Die Kosten beziehen sich ausschließlich auf die Weiterbildungsgebühren. Verpflegungs- und/oder Übernachtungskosten etc. sind darin nicht enthalten, sie werden von den Teilnehmenden selbst getragen.

 

Hospitationen

Hospitation an den Abendseminaren Familienaufstellungen in Wiesbaden

Die Teilnehmenden der Weiterbildung haben die Möglichkeit, unentgeltlich an den in meiner Homepage ausgeschriebenen <<Abendseminare zum Familienstellen>> als Teilnehmende ohne eigene Aufstellung zu hospitieren. Über eine Teilnahme können die generationsübergreifenden Trauma-Folgen, die sich in den Rollen der stellvertretenden Wahrnehmung zeigen,  ganzheitlich erfahrbar werden. Darüber erhält  dieses doch recht schwierige Thema  in den Theorieeinheiten der Weiterbildung eine verständlichere Grundlage.    

 

Abschlusszertifikat

Am Ende der Weiterbildung erhalten alle Teilnehmende eine Bestätigung über Dauer und Inhalte der Weiterbildung.

 

Seminarort ist Wiesbaden

Gemeindehaus der Thalkirche in Wiesbaden-Sonnenberg, Kreuzbergstr. 9

 

Anmeldung

Die Anmeldung ist verbindlich, wenn die schriftliche Anmeldung vorliegt. Der Anmeldung ist eine kurze Beschreibung beizufügen (Beruf, Tätigkeitsfeld). Sie erhalten nach Eingang Ihrer Anmeldung eine Teilnahmebestätigung. Ohne diese ist eine Teilnahme nicht vorgesehen. Bitte kontaktieren Sie mich wenn diese nicht innerhalb einer Frist von ca 10 Tagen bei Ihnen eintrifft.

 

Leitung der Fortbildung: Marlies Warncke

Pädagogin (LA), Systemische Paar- und Familientherapeutin (DGSF),

Systemberaterin (IGST), Heilpraktikerin für Psychotherapie (HPG).

Trainerin „Progressive Muskel Entspannung“ (PME) nach Jacobson. Weiterbildungsdozentin.

 

Marlies Warncke

Lindenbergstr. 20

79271  St Peter (Schwarzwald)

 

 

Bei Fragen zur Weiterbildung können Sie unverbindlich anrufen oder eine Mail senden:

0157 - 563 581 25 

kontakt@m-warncke.de